Safran macht den Kuchen gel

Safran macht den Kuchen gel

Wieso eigentlich „gel“? Möchte ich das … ?

#miniaturgeschichten (Nr. 32)

Das wunderschöne Farbadjektiv GELB geht über mhd. gel, ahd. gelo auf westgerm. *gelwa– „gelb“ zurück, (ital. giallo, engl. yellow). Ein Segen, der Kuchen wird durch Safran zum Glück nur gelb und nicht zu Gel.
Die indogermanische Wurzel *ghel– steht für gelbliche und gelb-grünliche Farben und findet sich auch im Wort Gold und sogar in Galle wieder.
Insgesamt bedeutet GELB jedoch eher Leuchten sowie Helligkeit und vermittelt tiefe Freude. Es ist ein Garant für gute Laune.
Gelb symbolisiert auch scharfen Verstand und Intellekt: Mir geht schließlich „ein Licht auf“.
Da sich Licht grenzenlos ausbreitet, steht die Sonnenfarbe wiederum für schrankenloses Denken sowie Erleuchtung (gelb-orange Buddhismus).
Mit Freude, Hoffnung, Erleuchtung und Erlösung ist Gelb auch zu Ostern wohl kaum noch wegzudenken. Dann nämlich, wenn die Göttin Eostrae im Osten die Sonne aufgehen lässt, oder das Christentum die Wiederauferstehung feiert (was beides nah beieinander liegt).
Die Sonne scheint immer und grundsätzlich, auch wenn wir sie nicht sehen können.
Heute am 21. März ist der Tag genauso lang wie die Nacht. Ab morgen überwiegt das Licht und damit Kraft, Wärme, Zuversicht.
Und vielleicht sehen wir auch ein bisschen mehr „Gelb“ am Tageshimmel.

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