Das Meer hat die Blautöne der Welt

Das Meer hat die Blautöne der Welt

miniaturgeschichten (Nr. 42)

An einzelnen Tagen vermag das Meeresblau vielleicht nicht viel. Doch mit ein paar Spritzern Zeit entdeckt man die Buntheit der See. Auch die Farbkraft der Brandung ist einfach unwiderstehlich.
Das Meeresblau ist kühl, rein und ist die tiefste Farbe überhaupt. Sie steht daher einerseits für das Unbewusste, für die seelische Tiefe, innere Stille sowie für Zufriedenheit und Ruhe. Andererseits gilt die Farbe Blau auch für geistige Entwicklung, Spiritualität und der Sehnsucht nach einer immateriellen Welt. Schließlich ist das Meer so gut wie unbebaubar.
Schon die Germanen reisten ins „Blaue“, und sahen in blauen Blumen einen tiefen Zauber. Unterschätzen wir also niemals die Kraft des blauen Meeres und seine essentielle Bedeutung. Denn ohne Wasser gibt es kein Leben.
Wohingegen: Ohne Wein wird uns nicht „blümerant“ (bleu mourant/sterbendes Blau). Prost!

Ähnliche Beiträge

  • Was ist das Wesen einer #miniaturgeschichte?

    Was ist das Wesen einer #miniaturgeschichte? Eine #miniaturgeschichte ist eine schon fast schmerzlich kurze Geschichte. Sie steckt voller komprimierter Energie, ist unterhaltsam, enthält zusätzlich kleine Lebensweisheiten sowie ein bisschen Lebensphilosophie. Die Merkmale einer #miniaturgeschichte: Eine #miniaturgeschichte beginnt immer plötzlich und grundsätzlich inmitten einer Handlung. Trotz ihrer Kürze umfasst sie sehr breite zeitliche Phasen und mindestens ein…

  • Mittsommer

    Die nachtlose Nacht! #miniaturgeschichten (Nr. 48) Bezüglich der Herkunft von „Mittsommer“ handelt es sich bei der kürzesten Nacht der Nächte vermutlich um eine reine Lehnübersetzung aus dem Englischen, wo es „midsummer“ heißt. Nördlich des Polarkreises herrscht im „Mittsommer“ die sogenannte „nachtlose Nacht“, in der sich die Sonne nicht hinter den Horizont zurückzieht. Die Kelten nannten…

  • Das Trampeltier

    Das Trampeltier Heute beim Stoßgebet … an das Universum, dass die US Wahlen bitte friedlich bleiben, hatte ich plötzlich, aus mir ganz unerfindlichen Gründen, ein Tier vor Augen – das Trampeltier. #miniaturgeschichten (Nr. 22) Aber woher kommt eigentlich dieser seltsame Name? Das zweihöckrige Kamel wird gerne lautmalerisch mit dem mittelhochdeutschen Begriff „trampen“ umschrieben. Der Paarhufer…

  • Altweibersommer

    Altweibersommer Der Altweibersommer hat tatsächlich nichts mit unseren „älteren Damen“ zu tun. #miniaturgeschichten (Nr. 3) Mit „Weiben“ war im Altdeutschen das „Weben“ gemeint. Nach Nebel und Feuchtigkeit sind im herbstlichen Licht die gewebten Spinnnetze besonders gut zu sehen. Spinnweben im Spätsommer, das ist mit Altweibersommer gemeint.

  • Plüsch-Mors

    Plüsch-Mors Irgendwie habe ich heute „Hummeln im Hintern“.Aber Moment, woher kommt eigentlich der Name „Hummel“? #miniaturgeschichten (Nr. 12) Es gibt mehrere Deutungen:Die wahrscheinlichlichste ist, dass der Name auf das deutliche Summ-Geräusch der Hummel zurückzuführen ist. Denn im Mittelalter sagte man zu summen, brummen, murmeln gerne auch „hummeln“.Im Englischen bedeutet ‚to hum‘ oder ‚to bumble‘ summen…